Ein Traumhund aus der Tötungsstation

Abgemagert, verfilzt und ängstlich kam der 4-jährige Schäfermix direkt von der Tötungsstation zu Anja Galinski. Für die Deutsche entpuppte sich Benito von der ersten Sekunde an als ihr absoluter Traumhund.

Anja Galinski und ihr animal life Rüde Benito: "Zwischen uns hat von Anfang an die Chemie gestimmt"

"Als mein erster Hund Piero starb wollte ich eigentlich keinen Hund mehr haben, da der Schmerz zu groß war. Nach ein paar Tagen habe ich bereits gemerkt, wie einsam es eigentlich ohne ihn ist. Ab diesem Moment war ich mir sicher, dass ich einen Hund wollte, der vorher kein so gutes Leben hatte", erinnert sich Anja Galinski an ihre erste Idee, einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen. Also fing sie langsam an im Internet nach Hunden zu suchen, dabei stieß sie zufällig auf animal life und ließ sich registrieren. "Ich kannte mittlerweile bestimmt alle Hunde aus den Tierheimen in meiner Umgebung, aber bei keinem hatte ich das Gefühl, dass er zu mir gehört. Nach ein paar Tagen bekam ich dann eine Mail von animal life mit mehreren Fotos aus der Tötungsanlage. Als ich Benito auf dem Foto gesehen habe, wusste ich sofort - der ist mein Hund", fühlte die Deutsche, dass sie beide zusammen gehören.

Benito genießt die langen Spaziergänge mit seinem Frauchen.
Er kennt alle Befehle und liest ihr gerne jeden Wunsch von den Augen ab.

Benito kam die Nacht zum Ostermontag völlig erschöpft von der langen Reise bei Frau Galinski an. Trotzdem ließ er sich sofort das Halsband anlegen, war ab der ersten Minute zutraulich und wollte ganz viele Streicheleinheiten haben. Viel Arbeit gab es natürlich bei der Fellpflege, denn als er in sein neues Heim kam, war er ein dünnes verfilztes Wollknäuel. Die ersten Tage schlief der Schäfermix viel und musste erstmal wieder zu Kräften kommen, da er ziemlich abgemagert war. Zwischendurch hatte der 4-jährige Rüde aber noch genug Kraft in einer unbeobachteten Minute die Mülleimer im Haus zu plündern. "Meine Oma hatte den ersten Tag extra einen Fasan für ihn gekocht, dass hatte ihm auch so gut geschmeckt, dass er heimlich den Topf aus der Küche bis in sein Körbchen getragen hat", lacht Frau Galinski über den ersten Streich des Schäfermix.

Dass dieses wunderschöne Tier getötet werden sollte, ist kaum zu glauben.
Dank Anja Galinski führt er jetzt ein wunderschönes Hundeleben.

Über Benitos Vergangenheit weiß sie leider nichts, vieles kann sie jedoch aus seinem Verhalten erahnen. "Am Anfang hat er bei dem Anblick eines Besens oder einer hastigen Bewegung sofort Panik bekommen, sich ganz klein gemacht und in eine Ecke verkrochen. Am Anfang war er gegenüber neuen Menschen etwas vorsichtig und ängstlich. Für mich ist es auch nicht so wichtig, ob ich etwas über seine Vergangenheit weiß. Mit viel Liebe, Pflege, Fürsorge und Geduld kann auch der geliebte Vierbeiner die schlechte Vergangenheit vergessen", erzählt die Tierschützerin. Eines steht fest: "Zwischen Benito und mir muss von Anfang an die Chemie gestimmt haben und bis jetzt hatte ich noch keinerlei Probleme mit ihm, er ist halt wirklich ein Traumhund", ist sie stolz auf den 4-jährigen Rüden.

Heute präsentiert sich Benito als glücklicher Hund mit wunderschönem Fell. Zweimal wöchentlich bekommt Benito Besuch von seinem besten Freund Rocky, einem Mops. Das gemeinsame Spielen genießt er richtig. "Benito hat es mir wirklich sehr leicht gemacht. Er war bereits nach einem Tag stubenrein, die Grundbefehle hat er wahnsinnig schnell gelernt, war sofort zutraulich und ganz verkuschelt", lobt das Frauchen.

Kurz gesagt: Über Benito gibt es einfach nichts Negatives zu erzählen, er versucht es seinem Frauchen immer Recht zu machen und wartet bei neuen Dingen erstmal auf Anjas Reaktion. Frau Galinski: "Es bereitet mir jeden Tag wieder Freude zu sehen, wie glücklich er ist."

Benito, kurz nachdem er bei seinem neuen Frauchen ankam.
Kein Wunder, dass sie sich in diesen Hund verliebte!