Zuhause für Hektor dringend gesucht...
und gefunden!
Im Oktober 2006 erreichte uns per mail ein Hilferuf aus Ungarn: irgendwo in einem Wald hatte man einen alten Schäfermischlingsrüden aufgefunden, er schien tot, war blutüberströmt, hatte klaffende Wunden im Kopf- und Halsbereich, und Wunden am ganzen Körper. Er war an allen vier Beinen gefesselt. Beim Aufnehmen des Hundes merkten die Leute, dass er noch am Leben war. Aber sie brachten den Hund nicht zum Tierarzt, sondern in die örtliche Tötungsstation. Nun befürchteten wir natürlich das Schlimmste. Wie könnte so ein schwerstverletzter Hund auch nur einen Tag in einem der verdreckten Käfige einer ungarischen Tötungsstation überleben? Sicher war er bereits qualvollst zugrundegegangen. Über eine Dolmetscherin gelang es uns nach langen Mühen herauszufinden, wo sich dieses Tierdrama abgespielt hatte. Und siehe da: Der Hund war noch am Leben. Was wir in Erfahrung brachten, war fast wie ein Wunder:
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Hektor, so heisst der arme geschundene Hund, wurde zwar in die Tötungsstation der kleinen Stadt Pecel östlich von Budapest gebracht, doch der Mann, der für diese Tötungsstation zuständig ist, ist eine grosse Ausnahme: Ein 70-jähriger Hundefreund, der diese Funkton übernommen hat, um Hunde, die ausgesetzt sind oder zur Tötung abgegeben werden, an sich zu bringen, aber nicht, um sie zu töten, sondern um ihnen zu helfen. So konnte er absichern, dass die ärmsten Tiere in seine Hände gelangen. Er selbst hat ein kleines Haus, wo er etwa 40 dieser einstigen Todeskandidaten betreut, und einige Frauen in Pecel beherbergen ebenfalls viele dieser herrenlosen geretteten Hunde. Und eine dieser Frauen hat auch Hektor bei sich aufgenommen und pflegte ihn unter grossen Opfern gesund. Sie wünschte sich nur eines: ein wirklich gutes Zuhause für den 10-jährigen Schäfermischlingsrüden, wo er seine letzten Jahre ein sorgenfreies Hundeleben in Liebe und Geborgenheit verbringen kann.
Wir wollen diese wirklich einzigartigen Menschen in Pecel unterstützen, die aus Eigeninitiative aus einer Tötungsstation eine Tierhilfsstation gemacht haben, denn es fehlt ihnen an allem: an Geld, an Futter, an Medikamenten, an Hundehütten und an allem Tierzubehör, was Hunde und auch Katzen eben so brauchen. Wir möchten nach Pecel fahren und zugleich Unterstützung dorthin bringen. Geld- und Sachspender sind herzlichst eingeladen, an dieser Tagesfahrt teilzunehmen und ihre Hilfe selbst hinzubringen.
Und was wurde aus Hektor?
Hektor heisst jetzt Brösel,
er hat ein Zuhause bei wunderbaren Menschen gefunden, die selbst nach Pecel gefahren sind, um ihn zu holen.
Und auch wenn das Leben mit einem Hund, der eine derartig traumatische Vergangenheit hat, nicht immer leicht ist, so möchten seine neuen Besitzer doch keine Minute mit Brösel missen. Durch ihn haben sie viel Freude, Wärme und Zuneigung erfahren!